Crazy, was du immer anhast!“, bekomme ich öfter zu hören als „Guten Morgen, alles gut?“. Meistens wundere ich mich dann kurz, blicke an mir herunter und befinde den Kommentar meist als ein bisschen übertrieben. Und doch – irgendetwas bringt Leute dazu, meine Outfits mit einer Regelmäßigkeit zu checken, die ich höchstens bei der Wettervorhersage an den Tag lege. Dass ich „meinen ganz eigenen Stil“ habe, scheint jedenfalls beschlossene Sache zu sein. Fine with me.

Als ich neulich jedoch bezüglich meines Outfits schon wieder ein „Das würde ich auch so gerne tragen, aber ich sähe darin verkleidet aus. Wie machst du das nur?“ hören musste, war es soweit: Es war Zeit, mich zu meiner Kleidungsphilosophie zu äußern. Hier ist sie also, die offizielle Enthüllung meiner drei Stil-Zutaten und das Rezept zu meinem „crazy“ Kleidungsstil:

Stil-Zutat Nr.°1: Kombinieren lieben

Wahrscheinlich liegt es bei mir an meiner Affinität zu Kleidungsstücken, die irgendwie besonders sind. Ob der Form, der Farbe oder des Materials wegen – es passiert mir regelmäßig, dass ich die Teile aus den Regalen ziehe, an denen die meisten vorbeilaufen. Schon klar, manchmal mögen sie etwas außergewöhnlich sein – doch vor meinem geistigen Auge sehe ich schon genau, mit was, wo und in welcher Stimmung ich das Teil tragen werde. Quasi Liebe auf den ersten Blick. Egal, wie flippig es an der Kleiderstange scheinen mag – als Fan des „Downstylings“ (ich kombiniere aufregende Stücke so, dass sie tagsüber tragbar sind), bin ich der Meinung: Es geht alles – es ist nur eine Sache der Kombination.

Stil-Zutat Nr.°2: Selbstbewusst sein

Und doch: Die heißesten Klamotten bringen nichts, wenn sie nicht richtig getragen werden. Damit meine ich nicht, dass sie von der Größe her passen müssen. Sondern, dass sie mit einer völligen Selbstverständlichkeit getragen werden. Wer sich fühlt wie verkleidet, wirkt auch so. Daran merkt man auch, ob man sich seinem eigenen Stil treu ist: Fühlt man sich pudelwohl, ist dem so. Falls nicht – sofort damit aufhören, irgendwem nachzueifern oder sich Trends aufzuzwingen, die einem nicht entsprechen.

Stil-Zutat Nr.°3: Überraschen

Was haben alle Leute, nach denen ich mich auf der Straße umdrehe, alle Instagram-Looks, die ich like und alle Modestrecken, die ich am liebsten einrahmen würde, gemeinsam? Sie überraschen mich. Ein Detail, das ins Auge springt, eine ungewohnte Kombination von Farben oder Materialien oder ein Stilbruch, an den man noch nie voher gedacht hat. Meine Faustregel: Es muss an jedem Outfit etwas dabei sein, womit niemand gerechnet hätte.

Die folgende Zeichnung bringt meisterhaft auf den Punkt, wie sehr Stil mit Kombinationstalent, Attitüde und überraschenden Elementen zusammenhängt – ein treffender Abschluss zu meiner Zutatenliste sozusagen:

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Source: Instagram/ @jooleeloren
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Posted by:estelleadeline

3 replies on “Das Stilgeheimnis der Modemädchen

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